Was kann man tun?

Möglichkeit Nr. 1: Setzen Sie „auf sich hören und sich respektieren“ auf die Liste Ihrer Pflichten, auf dieselbe Ebene mit „seine Pflichten erfüllen“. „Auf sich selbst achten“ sollte nicht nur eine Eventualität sein, „falls noch Zeit bleibt“, sondern eine Pflicht, ähnlich einem Mieter, der die Immobilie pflegt, die er mietet…

Möglichkeit Nr. 2: Messen Sie den bisher außer Acht gelassenen Realitäten mehr Wert bei, d.h. den Emotionen und Signalen des Körpers. Diese sind keine Schwächen, sondern wichtige Indikatoren: Sie zeigen Ihnen, auf welches Bedürfnis Rücksicht genommen werden muss und mit welcher Dringlichkeit. Diese Rücksichtnahme ist eine unerlässliche Bedingung, um Sie zu Ihrem eigenen Wohlbefinden und dem Ihrer Nächsten zu führen.

Möglichkeit Nr. 3: Schaffen Sie Platz für verkannte Bedürfnisse. Unter denjenigen, die wieder zum Leben erweckt werden müssen: auf sich Acht nehmen, seinen Rhythmus respektieren, um genug Freude in seinem Alltag zu erleben. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Personen, die diese Dinge beachten, gesünder sind als andere und eine längere Lebenserwartung haben.

Diese Anpassungen können alleine schwer in den Alltag zu integrieren sein, der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Warum also nicht ein wenig nachhelfen? An einer Gruppenaktivitä  teilnehmen, die diese innere Bewegung unterstützt, kann sich als sehr nützlich erweisen (z.B. Spazierengehen, künstlerisches Schaffen, persönliche Entwicklung…). So treffen Sie auf Menschen, die sich im selben Ungleichgewicht bzw. in derselben Sackgasse befunden haben. Dies verleiht Energie und hilft zu relativieren.